IK Multimedia ARC System

„Schlechter Sound bei gutem Pegel ist wie Köpfe ohne Nägel“ steht auf einer Kaffeetasse, die ich mal als Werbegeschenk bekommen habe. Eine wichtige Komponente beim Aufnehmen und Abmischen im Studio ist die Abhöranlage. Das ARC System (Advanced Room Correction System) hilft dabei, die Akustik im Studio zu optimieren. Dabei ist besonders an kleine Studios gedacht, die sich aufwändige Messungen und darauf folgende bauliche Maßnahmen nicht leisten können und an die vielen Heimstudios, wo sich die Monitorlautsprecher im Arbeits- Wohn- oder Schlafzimmer befinden. Die Qualität moderner DAWs macht auch hier professionelles Arbeiten möglich, ein besonderer Schwachpunkt ist aber die Abhörsituation. Mit einer Kombination aus Hard- und Software nimmt sich IK Multimedia diesem Problem an.

Unter der Oberfläche des ARC Systems steckt das MULTEQ-System der amerikanischen Firma AUDYSSEY, welches auch in zahlreiche Surround-Receivern von Denon, Onkyo, Marantz, NAD und anderen Herstellern Verwendung findet. Auch in meinem Receiver steckt zufällig diese Technologie und das brachte mich auf die Idee, diesen Artikel in drei Teile zu gliedern:

  1. Allgemeine Beschreibung des ARC Systems
  2. Praxistest im eigenen Studio
  3. Versuch eines Vergleichs zwischen dem ARC System und dem integrierten Mess-System des Denon AVR 2807

1. Allgemeine Beschreibung des ARC Systems

Das ARC-Paket enthält die Installationsdisk für Mac und PC, die (englischsprachige) Anleitung und ein Messmikrofon.

Die Software besteht aus zwei Programmen. Ein Standalone-Programm ist für die Messungen zuständig, das zweite Programm für die Anwendung der Ergebnisse ist ein Plug-in.

Das Mikrofon muss an einem Stativ angebracht werden (Halterung wird mitgeliefert, Stativ nicht) und wird mit einem XLR-Kabel (auch nicht im Lieferumfang) an die Soundkarte oder das Interface angeschlossen, Phantomspeisung wird benötigt.

Das Messprogramm erklärt in übersichtlicher Weise die einzelnen Schritte und führt in 5 „Steps“ von den Verbindungseinstellungen der Soundkarte über das Einpegeln der Lautstärke zur eigentlichen Messung. Zur Bedienung des Programms braucht man das Manual deshalb gar nicht.

Man muss mindestens 12 Einzelmessungen an verschiedenen Standpunkten im Raum vornehmen, bis zu 36 sind möglich. Wer nicht nur direkt am Sweet Spot hinter dem Mischpult, sondern auch auf der „Produzentencouch“ den optimalen Sound haben will, muss diesen Ort in die Messungen einbeziehen. „Sweet Spot“ heißt übrigens nicht der Platz an dem die niedliche Sängerin sitzt, sondern der Punkt wo die Ohren des Hörers sich an einer Spitze eines gleichschenkligen Dreiecks befinden, dessen andere beiden von den Lautsprechern gebildet werden.

Falls die Akustik an verschiedenen Stellen des Raums sehr unterschiedlich sein sollte, empfiehlt es sich, verschiedene Messprofile anzulegen, zwischen denen man dann später bei der Benutzung des Plug-ins umschalten kann, je nachdem von wo aus gerade abgehört wird. Das ist aber ein Sonderfall, denn das ARC System macht seine Sache sehr gut und sorgt weiträumig für ausgeglichenen Klang.

Während der Messung werden kurze, aber heftige Sweepsounds jeweils zehn mal über jeden Lautsprecher geschickt, das Programm fordert danach jeweils zur Änderung des Mikrofonstandorts auf. Am Schluss kann man das Ergebnis unter einem selbst gewählten Namen speichern und als optische Hilfe unter verschiedenen Lautsprechergrafiken wählen.

Die Anwendung der Messergebnisse erfolgt zusammen mit der vorhandenen DAW-Software. In allen bekannten Programmen lässt sich das ARC Plug-in im Stereo-Masterkanal einsetzen, wo es sowohl Frequenz- als auch Laufzeitkorrektur bewirkt; neutraleres und differenzierteres Hören wird so möglich.

Durch Doppelklick öffnet sich das Plug-in-Fenster und man kann eines der gespeicherten Messprofile laden. Die Grafik zeigt in einem Koordinatensystem drei Frequenzgangkurven, jeweils für den linken und den rechten Kanal. Der Zielfrequenzgang wird grün durch eine Gerade dargestellt, der nicht korrigierte, gemessene Frequenzgang ist orange und das Ergebnis der Korrektur wird durch eine weiße Linie angezeigt. Kleine Abweichungen zwischen Ziel und Ergebnis lassen sich nicht vermeiden und ARC versucht absichtlich nicht, fehlende Bassfrequenzen auszugleichen, weil sonst die Lautsprecher beschädigt werden könnten.

Neben der Standard-Korrektur „Flat“, die einen möglichst linearen Frequenzgang liefert, lassen sich drei andere wählen. Hier werden zusätzlich Höhen abgesenkt, und/oder Mitten bei 2 KHz um Überhöhungen auszugleichen, wie sie bei Hornsystemen auftreten können. Ich kann das irgendwie nicht nachvollziehen, denn wenn „Flat“ die Idealkurve ist, wieso ist dann eine weitere Beeinflussung nötig?

Ein erster Vergleich zwischen ein- und ausgeschaltetem Plug-in bestätigt eine Warnung, die schon im Manual ausgesprochen wird: Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Der beeinflusste Sound ist gewöhnungsbedürftig, zwar irgendwie transparenter, aber in meinem Fall scheinbar mit weniger Power im Bass, da ich mich wohl an einige überhöhte Bassfrequenzen gewöhnt hatte. Etwas umständlich umzusetzen finde ich die Empfehlung, sich mit Lieblings-CDs in den neuen Klang einzuhören. Da das nur über die DAW geht, muss man wohl die CDs „rippen“ und dann die Audiofiles in den Sequencer importieren. Schade, dass es keine Möglichkeit gibt, die Soundausgabe systemweit mit dem ARC-System zu beeinflussen, so dass man z. B. auch bei der Wiedergabe von Musik aus iTunes in den Genuss käme.

Während der Arbeit an der eigenen Musik ist es sinnvoll, das ARC Plug-in im Masterkanal eingeschaltet zu lassen. Erst wenn der Mix fertig eingestellt ist, muss man es beim Bouncen unbedingt ausschalten, damit die Korrektur, die sich ja nur auf die eigene Abhörsituation bezieht, nicht mit eingerechnet wird. Der große, orange leuchtende ON-Button erinnert ständig daran, aber natürlich nur, wenn man das Plug-in-Fenster geöffnet hat.

2. Praxistest im eigenen Studio

Ich habe einen Raum von 21 qm Fläche zur Verfügung, der ausschließlich zum Musikmachen eingerichtet ist, wenn auch ohne spezielle Einbauten und mit Schalldämmung nach der bekannten Formel „Pi mal Daumen“. Die Akustik schien mir immer recht gelungen, denn der Raum ist weder schalltot noch hallig. Meine Monitorlautsprecher JBL 4412 gefallen mir auch nach vielen Jahren noch gut, ein befreundeter Musiker ist aber der Meinung sie brächten „zu viel Höhen“, mal sehen, was das ARC-System dazu sagt. Auf dem Foto sieht man auch die Ecken des Raums; auf der linken JBL-Box steht eine Surround-Box, die für diesen Test keine Rolle spielt.

Zusätzlich habe ich seit einiger Zeit eine Surround-Anlage vom Typ Teufel System 5 integriert, die über einen Denon-Receiver angesteuert wird und so völlig getrennt von der Stereo-Abhöranlage ist. Ich starte also Logic und setze das Plug-in im Stereo-Masterkanal ein. Das Laden der gemessenen Werte geht sehr schnell, mit dem on/off-Button vergleiche ich den Klang, der Pegelunterschied lässt sich mit einem Regler im Plug-in anpassen.

Der Test mit den JBL-Boxen zeigt deutlich, dass die gemessenen Höhen überbetont sind, ARC gleicht das aus. Das liegt meiner Einschätzung nach wirklich an den Boxen und nicht am Raum, da die Boxen einen eingebauten, mehrstufigen Schalter zur Absenkung der Höhen haben, der bei mir aber immer auf 0 steht. Bei den Mitten werden ein paar kleinere Unregelmäßigkeiten „ausgebügelt“. Im Bassbereich wird es interessant. Die linke Box steht nahe an einer Ecke, deshalb sind Probleme im Bassbereich keine Überraschung. Aber interessanterweise zeigt die gemessene Frequenzkurve bei ca. 100 Hz einen starken Einbruch, jedoch bei ca. 80 Hz eine Überhöhung. Die Überhöhung gibt es auch rechts, allerdings nicht diese starke Absenkung bei ca. 100 Hz. Wie hört sich das an? Wenn die Korrektur eingeschalten ist, wirkt der Sound wesentlich schlanker. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit gefällt es mir so, denn die Transparenz, und damit die Kontrolle über den Klang, hat sich verbessert. Die grobe Rasterung und sparsame Beschriftung der Grafik sind für mich Kritikpunkte, ich kann bei den Frequenzangaben wirklich nur „ca“ schreiben und wüsste es gern genauer.

Ich habe dann noch weitere Tests gemacht, zum Beispiel die Jalousien am Fenster zwischen den Boxen auf- und zu gemacht, aber dabei ergeben sich so geringe Differenzen, dass man es nicht heraus hören kann.

Nun zur Denon/Teufel-Anlage. Die Surroundanlage mit Subwoofer eignet sich auch als Stereo-Abhöranlage und liefert ein sehr angenehmes Klangbild. Auf dem Foto sind die Stoffverkleidungen der Boxen abgenommen, die Center-Box ist im Stereobetrieb nicht aktiv. Der Subwoofer ist auf dem Foto nicht sichtbar, er steht genau unter dem TV-Gerät, links neben der Tür.

Es handelt sich allerdings um reine Konsumer-Geräte und es ist wohl eine Tatsache, dass das, was dem „Endverbraucher“ als „Hi-Fi“ verkauft wird, nicht wirklich höchste Wiedergabetreue bietet, sondern „geschönt“ ist. Etwas mehr Druck im Bass und deutlichere Höhen verwöhnen das Ohr, vor allen Dingen weil man ja im Wohnbereich die Musik nicht richtig laut machen kann wie im Konzert oder im Studio. So wundert es mich nicht, dass mir das ARC-Plug-in bei der Einstellung „EQ off“ am Denon noch mehr Höhen „klaut“ und den Bass absenkt. Das passiert auch, wenn ich am Denon-Receiver zusätzlich zum ARC den „Room EQ“ einschalte, dessen Korrektur ebenfalls auf einer Messung mit AUDYSSEY Software beruht.

3. Versuch eines Vergleichs zwischen dem ARC System und dem integrierten Mess-System des Denon AVR 2807

Die Abbildung zeigt im oberen Teil die Messung mit ausgeschaltetem Room EQ des Receivers. Die Berge und Täler in der orangefarbenen Messkurve entstehen nur durch die speziellen Eigenschaften des Raums und der Lautsprecher. Im unteren Teil war der Room EQ bei der Messung mit dem ARC System eingeschaltet, es wurde also bereits vorher mit dem Denon-Einmess-System eine Korrektur ermittelt und angewandt. Eigentlich dürfte dann keine Korrektur durch das ARC Plug-in mehr nötig sein, denn die Bezeichung der Room-EQ-Einstellung lautet ebenfalls „Flat“, aber dem ist nicht so. Interessant ist in der zweiten Darstellung die orange Kurve, sie zeigt, dass die Denon-interne Korrektur sowohl den Tiefbass als auch die oberen Höhen ziemlich kräftig absenkt. An der weißen Kurve sieht man, dass ARC die Höhen wieder anhebt, aber nicht den Bass, wie schon erwähnt, um nicht möglicherweise die Lautsprecher zu beschädigen. Natürlich ist so eine doppelte Korrektur in der Praxis nicht sinnvoll, aber zum Testen fand ich es interessant.

Mehrere Gründe fallen mir ein, warum Denon- und ARC-Korrektur nicht völlig identisch sind. Der Denon verwendet für die Einmessung automatisch den 5.1 Surround-Modus, leider kann ARC das in dieser Version noch nicht, obwohl man mit den meisten DAWs auch 5.1 produzieren kann.

Obwohl die Definition von „Flat“ eigentlich eindeutig sein sollte (glatt ist glatt ist glatt … oder bin ich doof?), gibt es wohl je nach Anwendung „Studio“ oder „Heimkino“ unterschiedliche Auffassungen davon.

Auch beim Denon gibt es eine grafische Darstellung, allerdings als Balkengrafik. Sie wird bei der Durchführung und Überprüfung des „System Setup“ auf einem angeschlossenen TV-Gerät dargestellt.

Die ungenaue Beschriftung der Kurvengrafik des ARC Systems lässt aber einen genauen Vergleich der Darstellungen nicht zu, sehr schade für mich als Tester, denn ich möchte schon gern 40, 60, 80, 100 Hz optisch präzise unterscheiden können.

Der Klangeindruck entspricht dem optischen: mit der ARC-Korrektur klingt es noch neutraler, ausgeglichener, also doch „besser“ im Sinne des Toningenieurs.

Allerdings denke ich beim Thema Vergleich auch einen Preisvergleich. Denon verlangt für einen Surround-Receiver einschließlich AUDYSSEY System und Messmikrofon etwa soviel wie IK Multimedia für das ARC System allein. Ginge das nicht auch etwas billiger? Allerdings ist das von IK Multimedia mitgelieferte Kondensatormikrofon von sehr guter Qualität und als Aufnahmemikrofon mit Kugelcharakteristik eine Bereicherung für die Studioausrüstung.

redaktionstipp.jpg

Fazit

Eine andere Möglichkeit, mit Hilfe eines Plug-ins der Abhöranlage einen neutraleren Klang zu verleihen und damit optimierte Kontrollmöglichkeiten zu erlangen, ist meines Wissens nicht auf dem Markt, deshalb ist das IK Multimedia ARC-System trotz des stattlichen Preises ein Tipp für jeden, der im eigenen Studio ernsthaft an professionellen Ergebnissen arbeitet.

Jürgen Drogies

Systemanforderungen

Audiointerface

  • ASIO- (PC) bzw. CoreAudio- (Mac) kompatibel, Mikrofoneingang mit Phantomspeisung, muss 48 kHz unterstützen

Mac

  • PowerMac ab G4/866 MHz
  • Intel-Mac
  • 512 MB RAM
  • ab Mac OS X 10.4
  • VST-, RTAS- oder AU-kompatible Hostsoftware

PC

  • PC ab Pentium 1 GHZ/ Athlon XP 1,33 GHz
  • 512 MB RAM
  • Windows XP/Vista
  • VST- oder, RTAS-kompatible Hostsoftware

Preis

  • 689 Euro für registrierte Anwender einer beliebigen anderen IK Multimedia Software/Hardware 498 Euro
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12 Kommentare »

  1. Hallo,
    zugegeben, die Graphen sind klein aber sauber doppellogarithmisch skaliert: die Striche der Frequenz stehen für 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100, 200, 300 … 1k, 2k, 3k … 10k und 20k Hz die Verstärkung 3, 6, 12dB.

    Es gibt von KRK systems (www.krksys.com) noch das ERGO genannte System.

    Grüße LoveSamP

    Comment von LoveSamP — 23. August 2008 @ 15:22

  2. KRK Ergo ist benutzt neben dem Mikro eine zusätzliche Hardware, das ist natürlich nicht schlecht, weil DAW-unabhängig. Es ist werden aber viel weniger Messpunkte ausgewertet, das macht mich skeptisch.
    Vielen Dank für die Erklärung der Frequenz-Skala, ich sah mich nicht in der Lage, die Linien-Skala so genau zu interpretieren.
    Viele Grüße
    Jürgen

    Comment von Jürgen — 23. August 2008 @ 16:32

  3. Wenn man immer am selben Arbeitsplatz sitzt (im “Sweet Spot”), wofür braucht man dann überhaupt 12 Messpunkte? Es ist doch eigentlich nur nötig, dass es an dem einen Punkt ordentlich klingt.

    Und noch eine Frage hätte ich: Das ganze funktioniert doch nur mit einem LS-System zur Zeit, oder? Wie ist es denn mit Umschalten? Muss man dann immer im Plugin parallel das Profil umschalten? Oder mehrere Boxenpaare mittels Output-Matrix parallel beschicken, so dass man in jedem Ausgang ein Plugin mit jeweils passender Korrekturkurve haben kann?

    So oder so finde ich es schon umständlich genug, in jedem bestehenden Song erst einmal dieses Plugin einzufügen. Da wäre eine Hardware Standalone Lösung schon wesentlich komfortabler. ERGO von KRK kann dann auch zwei Boxenpaare verwalten. Und ich nehme mal an, jedes mit seiner eigenen Entzerrung.

    Und dann noch das Argument mit iTunes (und anderer Audio-Software). Ich denke, diese Plugin-Lösung ist wohl nicht ganz das Wahre für mich.

    Comment von hummer — 25. August 2008 @ 14:15

  4. Ich finde eine Software-Lösung zur Raumoptimierung eher kritisch.
    Meiner Meinung nach werden so nur akustische Unzulänglichkeiten kaschiert aber nicht behoben.

    Besser: eine durchdachtes Raumkonzept, welches akustisch schwierige Phänomäne schon im Ansatz behebt und vermeidet.

    Comment von dominik — 25. August 2008 @ 14:23

  5. Ja, eine große Gefahr bei all diesen Softwarelösungen ist, das Übel nicht an der Wurzel zu packen. Man kann selbst bei ungünstigen Räumen sehr viel optimieren. Z. B. durch Absorber und punktuell eingesetztes Dämmaterial. Erst wenn alles nichts mehr hilft, sollte man die Software-Lösungen einsetzen.

    Comment von bodo — 25. August 2008 @ 16:31

  6. 12 oder mehr Messpunkte sind laut Manual selbst dann nötig, wenn man immer am selben Platz sitzt, weil schon wenige “inches” einen Unterschied machen. Es werden Frequenzen und Laufzeit korrigiert, Phasenproblem des Raums eliminiert. Persönliche Erfahrung: es klingt transparenter.
    Für mehrere Boxenpaare muss man schon eigene Messprofile anlegen.

    Comment von Jürgen — 25. August 2008 @ 16:54

  7. Das mit den Inches, die einen Unterschied machen, leuchtet ein. Danke für den Hinweis!

    Zum Thema Akustikbau vs. Software: Klar ist es toll, wenn man den Raum physisch optimieren kann. Aber das kostet schnell mal ein paar tausend Euro. Wenn man die nicht hat, ist eine Softwarelösung immer noch besser als gar nichts.

    Es ist auch toll, einen Steinway-Flügel zu haben. Oder ein Sinfonieorchester.

    Comment von hummer — 25. August 2008 @ 17:48

  8. @hummer: ich meine eigentlich gar nicht teure Absorber. Manchmal reichen nur ein paar Quadratmeter Dämmmaterial an den richtigen Stellen des Raumes, die schon eim besseres Ergebnis bringen.

    Comment von bodo — 25. August 2008 @ 18:53

  9. Wie man in den beiden Bildern aus meinem Studio sieht, habe ich Schaumstoff-Dämmplatten. Aber die Bässe werden dadurch nicht beeinflusst.

    Comment von Jürgen — 25. August 2008 @ 19:06

  10. ich habe das system seit ca. 6 monaten im einsatz.
    der klang wird insofern besser, weil die mixes eigentlich auf jeder anlage viel harmonischer klingen als vor verwendung des plugins (wer kennt nicht dem wummerbass oder den -im studio klangs aber besser- eindruck). weg soll keine werbung sein für IK aber ich finde, das plugin funktioniert. :)

    Comment von herb — 16. Oktober 2008 @ 15:41

  11. Ja ganz nett der Test. Es sind aber schon eher subjektive Eindrücke, die du hier schilderst. Ein Messung des korregierten Ergebnis wäre sinnvoll gewesen. Den die Ohren trügen oft und zu gerne…
    (Ist mit unter mit Applicationen wie VirtualCabel möglich ein Schleife ARTA/RoomEQ->Host zu erzeugen).
    Ein Einbindung von ARC in z.b. Winamp ist ohne weiteres mit VSt Bridges möglich.

    Ich habe drei verschiedene “DRC” System gegeseitig getestet und die Korrektur ausgemessen. Unteranderem waren dabei Audiolense, DRC (Open SOurce) und ARC.
    Mir stand ein hochwertiges Referenz Mic, sowie das ARC OEM Mic zur Verfügung. Subtractionsmessungen ergaben den von IK angegebenen Abfall in den Höhen. JEDOCH nicht wie promotet ab 16Khz. Der fängt schon bei 12Khz an. Das hat ein High-Shelving Filter zufolge der bei 12Khz bei -3db abfällt. Und somit macht sich das ARC Mic für allgemeine Referenzmessungen untauglich.
    Die softwareseitige Kompensation funktioniert.
    Von einem Einsatz eines anderen Mics würde ich abraten.
    Ich habe 3 Messungen à 20 Punkte durchgeführt. Hierbei ist zu BEACHTEN, das wenn man mehr als 12 Messungen durchführen will, dass umbedingt 16, 20, 24 etc. Messungen durchführt, da dies ein logaritmisches System ist.
    Ich empfehle auch DRINGEND die Messungen Nachts durchzuführen. Ein hohes Umgebungsgeräusch 8Khz.

    Ein Ergebnis das sehr schwach ist für die Arbeit, die beim Aufstellen der einzelnen Messpunkte aufkommt. Hinbei schafften 2 der Messungen nicht ein phasen/zeitgleiches Verhältnis zu erzeugen.
    Weitgehens konnte ARC aber den Kammfilter in den Mitten ausgleichen.
    Mein Fazit. ARC geht einen guten Schritt in die richtige Richtung. Jedoch angesichts der anvisierten Kundschaft und den unmöglichsten Variationen weltweit, die sich für die Raumakustik ergeben, ist dieses Produkt noch nicht ausgereift und bietet zu wenig Eingriffsmöglichkeiten.
    Audiolense schaffte es nicht zu beeindrucken, da es auf meinem System untaugliche Ergebnisse erzeugte.
    Ich in meinem Fall benutze erfolgreich das DRC System, welches mir ermöglichte einen hochwertiges Mic, eine an meine Raumverhältnis angepasste Phasen-,-Peak,-Dipanpassung, sowie einen individuellen Frequenzverlauf zu erzeugen.
    Mein aktueller Frequenzverlauf liegt bei +/- 1db von 30hz bis 9Khz mit nartürlichen Abfall (HS) am SweetSpot.
    Jedes der, auch hier genannten, “Digital Room Correction” System beruht auf dem selben Algorithmus. Sie unterscheiden sich jeglich durch die Anwendung von Psychoakustik und geringeren oder höheren Filtertaps, zweckz geringer Latenz.
    Als Beispiel. ARC verwendet 4096 Filtertaps. DRC kann bis zu 131072 FilterTaps nutzen.

    Comment von korginator — 14. März 2009 @ 16:01

  12. Könnte man so etwas auch mit einem normalem Studio Mikrofon mit Kugelcharakteristik messen, da es hier ja auch noch diverse andere Programme gibt, die sogar Free sind.
    Sollte doch eigentlich möglich sein oder?

    Comment von Hans Meyer — 28. Dezember 2009 @ 00:46

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